Paramount äußert sich zu den neuen FSK-Logos
Ein Erfahrungsbericht zu den neuen Logos
Am 01. Juli 2008 trat in Deutschland das neu überarbeitete Jugenschutzgesetz in Kraft ( wir berichteten). Diese sah unter anderem vor, dass die FSK-Logos nun vergrößert auf dem Frontcover angebracht sein müssen. Im Zuge dessen hat der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV Medien) eine Überarbeitung der Logos erwirkt ( wir berichteten).
Die Kollegen von Areadvd.de führten nun ein Interview mit Torsten Nobst, dem Senior Product Manager von Paramount Deutschland über die Erfahrungen mit der neuen FSK-Kennzeichnung.
Nobst erzählt, dass es einen erheblichen Zeitaufwand darstellt die Produkte auf die neue FSK-Kennzeichnung umzustellen. Dazu kommt noch ein großer finanzieller Aufwand, welcher die Branche stark belastet. Das resultiert nicht nur aus der Kennzeichnung auf dem Cover, sondern auch daraus, dass die Zeichen 4 Farbig auf die DVD bzw. die Blu-ray gedruckt werden müssen und natürlich dem nicht überspringbaren Hinweis vor dem Hauptfilm.
Wie man es in Zukunft mit Steelbooks und anderen Sonderverpackungen handhaben wird muss noch geklärt werden, da man keine ablösbaren Aufkleber oder Banderolen benutzen darf und außerdem das FSK-Zeichen auf jedem Bestandteil einer Box drucken lassen muss. Wie schon von anderen Labels angekündigt bietet sich die Möglichkeit an, Wendecover für die einfachen Veröffentlichungen im Keepcase anzubieten. Etwas, dass auch Paramount in Betracht zieht.
Eine Vereinheitlichung in Sachen Jugendschutz für ganz Europa wäre daher erstrebenswert, weil durch die Auflagen und Einschränkungen für die deutschen Label Wettbewerbsnachteile enstehen.
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