Gut,
dann werde ich es nie verstehen. 70% vom Spiel sind einfach langweilig
und bedeutungslos. Akt 1 und 3 sind nur ein rumlaufen und erfüllen von
Nebenquests. Einzig Akt 2 ist wirklich gut.
Das ist einzig und allein Geschmackssache - dir gefällt es nicht, mir schon. Ich bin kein Überheld sondern aufgrund der Nebenquest am Ende nur für ein begrenztes Gebiet "zuständig" und der Held, keiner der die Welt rettet, sondern einer der sie verändert.
Dieser Aufbau hat aber in keinster Weise was mit BioWare-Qualität zu tun, da er einzig und allein vom Geschmack des jeweiligen Spieler abhängt.
Entscheidungen? Am Ende läuft ja doch alles fast auf das selbe hinaus und wirklich Einfluss konnte man nicht nehmen.
Kann ich weder in Baldurs Gate, noch in Kotor, Mass Effect 1+2, Neverwinter Nights, Jade Empire oder Origins.
All diese Spiele zeichnet Entscheidungen anhand von Einzelschicksalen aus - bis auf Kotor ist das Ziel mit wenigen Ausnahmen in der Detailansicht immer das selbe. Genau das bietet DA2 auch. Entscheidungen basierend auf Einzelschicksalen der NPCs und das über einen langen Zeitraum. Allein die Tatsache das sich Questketten aufgrund von Entscheidungen in Akt 1 anders entwickeln und neue Einblicke geben, schafft man es in gewissen Punkte Spiele aus dem eigenen Haus zu schlagen.
Charaktere?
Ich hab mit allen gesprochen, alle Nebenquests gemacht. Nicht mal
ansatzweise ist eine Morrigan, Leliana, Oghren, Zevran, Thane, Tali,
Liara usw dabei. Die meisten Charaktere sind nervig, naiv und schlecht
gezeichnet.
Du kritisierst das sie nervig und naiv sind, zählst aber eine Liara auf die von der BioWare-Fangemeinde regelrecht dafür zerrissen wurde? Ebenso Tali die aufgrund dieser Eigenschaften gemocht wird. Thane mag interessant sein (imo der wohl beste Charakter der ME-Franchise), doch bietet Fenris ebenso viel.
DA2 hat unverwechselbare Charaktere die eben kein Klischee ausfüllen - anders als eben Origins.
Oghren oder Alistair waren beides tolle Charaktere, doch beides hat man in der Form schon gesehen und beide erfüllen jedes dumme Mittelalter-Klischee. Wenn du unter der Nutzung von Klischees BioWare Qualitäten siehst, dann bin ich froh das dies in Kanada und unter den Spielern nicht so ist - denn bei allen Kritikpunkten werden die Charaktere unter den Spielern immer wieder als positiv hervorgehoben!
Und 80% der Männer wollen gefühlt gleich beim ersten Dialog
mit dir ins Bett.
Und das soll ein Kritikpunkt sein? Also bitte ...
Diese Diskussion findet auch im Social Network statt, es gibt sogar eine Petition womit man BioWare dazu bringen will LeadWriter David Gaider zu entlassen - die Beteiligung ist angesichts der Resonanz durchaus eindeutig: Die Leute stört es nicht, einfach weil jede Entscheidung vom Spieler abhängig ist.
Generell: Isabela macht dies auch - warum regst du dich nicht darüber auf?
Offenbar liegt es im Grundgedanke an sich das ein flirten bei den Damen als wohlwollend empfunden wird, bei männlichen NPCs aber plötzlich jeder aufschreit weil dieser nur ans pimpern denkt.
Bioware hat mit dem Spiel wirklich kein
Meisterwerk abgeliefert. Dies kann man auch in den Bioware Foren
nachlesen. Die Fans sind einfach deutlich enttäuscht vom Spiel.
Ja man kann eine Kritik im Social Network sehen, ja eine verdammt große sogar. Doch, und das grenzt deine Kritik von der allgemeinen ab, ist die Kritik am Spieldesign an sich. Was du kritisierst wird von min. genauso vielen Spieler immer wieder als positiv hingestellt.
Dragon Age 2 hat beileibe genug Probleme und wird wohl nicht von allen geliebt werden, bei aller Euphorie für den Vorgänger jedoch: Dieser hatte genauso viele Kritiker wie aktuell DA2, nur dass die "militanten Oldschool RPGler" diese frühzeitig im Social Network von BioWare mundtot gemacht haben.
Dafür das Dragon Age 2 so schlecht sein soll, soviele Kritiker hat und man das alles mehrer Tage vor Release schon wusste, hat es sich doch ganz gut verkauft.
Und am Ende ist der finanzielle Erfolg ein Spiegel der Akzeptanz der Kundschaft, nicht was in irgendwelchen Foren von Leuten wie dir und mir geschrieben wird