Eigentlich wollt ich ja was völlig anderes schreiben ...
Kaufe es mit dem Risiko enttäuscht zu werden, kaufe es nicht mit dem Risiko das Dir was entgeht oder leih es Dir aus, löse 10€ für den OP und kucke was Sache ist. Sind mit Leihgebühren für 3 Tage etwa 15€ - aber Du weisst Bescheid, hast keinen Fehlkauf für 50€ gemacht - und wenn es doch gefällt die Option es gebraucht zu kaufen wenn es auf die 35-40€ runter ist ohne was einzubüßen...
Wenn der Kunde heuer bereit ist 15 Euro für eine Anspielsession zu zahlen, dann läuft gehörig was falsch. Leihgebühren in allen Ehren: Der OnlinePass muss wie bei den übrigen Titeln von EA eine Testphase inne haben, alles andere ist quatsch.
Es funktioniert bei weit umsatzstärkeren Titeln wie FIFA, warum nun nicht bei BF3?
Der OnlinePass ist das beste Beispiel, die Nutzungsrechte der Kunden an der Software immer weiter einzugrenzen. Zum einen halte ich es immernoch moralisch fragwürdig, Inhalte abzusperren, zum anderen habe ich auch rechtliche Zweifel an einem solchen Modell. Ich erwerbe mit dem Kauf die Nutzungsrechte an dem Stück Software, nur darf ich über diese Nutzungsrechte nicht verfügen. So ganz im reinen ist da alles nicht.
Problem an der ganzen Sache: Ich unterstütze durch den Kauf diverser Spiele diesen Trend zusätzlich. Ich mag ihn nicht, ich will ihn nicht - doch am Ende will ich noch viel weniger auf die vielen Spielerlebnisse verzichten, die an diesen Trend gekoppelt sind.
Das heißt für mich also: Entweder verzichten, was ich nicht will, oder eben damit arrangieren, es akzeptieren das es genau das ist, was die Kundschaft zu bezahlen bereit ist.
Das heißt aber noch lange nicht das ich es nachwievor nicht kritisieren darf/kann/will. Auch das der Trend vor anderen Entwicklern kein halt macht, bedeutet nicht das es nun für den ein oder anderen völlig in Ordnung ist. Auch nicht wenn zwei oder drei Konkurrenztitel den selben "Bockmist" verzapfen, wird das gesamte Vorgehen dadurch nicht besser. In der Bewertung der einzelnen Titel freilich kein Vor- oder Nachteil für den einen Titel, unabhängig sämtlicher Konkurrenz aber eben doch weiter kritikwürdig.
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Zu meinem eigentlichen Grund, warum ich in das Thema schreiben wollte:
Angesichts der doch vorhandenen Startschwierigkeiten, die man so plattformunabhängig in der Forenlandschaft des Internets lesen kann, scheint BF3 womöglich dann doch die selben Probleme zum Start zu haben, wie alle anderen EA-Titel auch.
Zusammen mit dem Ansturm gegen die Nutzungsbedingungen, wenngleich EA mit Anpassungen Schadensbegrenzung zu unternehmen versucht, der weltweit aufgekommen ist, scheint man dann doch Themen außer acht gelassen zu haben, die derzeit im Internet allgegenwärtig sind.
Qualität in seinem Spiel reicht da irgendwo nicht mehr nur aus, vorallen dann nicht, geht es um das heiligste eines jeden einzelnen: personenbezogene Daten. Auch wenn ich Teile der Entrüstung angesichts des Wandels des Internets nicht nachvollziehen kann, muss man EA und DICE hier eklatante Fehler einräumen, die dann doch starke Einbußen beim Gewinn zusätzlicher Marktanteile bedeuten könnten.
Anlass zu diesem Thema waren die zahlreichen Rezesionen bei Amazon. Über 2.000 angepisster Käufer die teils ellenlange Texte hinterlassen - wobei nicht jeder wirklich Inhalt hat, jedoch darunter z.T. doch sehr lesenswerte Ansichten vertreten sind - sprechen da eine deutliche Sprache. Freilich hat man weit mehr als 2.000 Käufer, doch schaut man sich an wie hoch die Anzahl der Rezesionen bei sonstigen Blockbustern ist, dann ist der Ansturm doch deutlich, wenn auch nicht zwangsweise repräsentativ.
Mal schauen wie EA da reagieren wird - denn reagieren müssen sie.
UPDATE:
Jetzt wird davon schon in den Medien berichtet. Zumindest das Morgenmagazin der öffentlich rechtlichen hat grad dazu einen doch umfangreichen Beitrag gebracht. Ebenso soll es schon die ersten, von Datenschützern angeleierten, Verfahren geben. Im Ziel nicht direkt BF3 sondern eben Origin, die Koppelung von BF3 daran kann nun wirklich zum großen Problem werden.