Ausserdem versteh ich jeden, der das Spiel als ein Hack & Slay ansieht. Taktieren ist bei der Geschwindigkeit kaum möglich (nur umständlich über Start und Befehle verteilen, was aber mehr als sinnlos ist, da permanentes X drücken sowieso ausreicht - schwierigkeitsstufe normal)
Ich versteh diese Kritik nicht ... wenn der Anspruch auf normal zu gering ist, dann stell ich den Schwierigkeitsgrad doch einfach höher. Es gab ja bereits für die PC-Demo eine Mod wodurch sich die Schwierigkeitsgrade freischalten ließen - der allgemeine Tenor zum Schwierigkeitsgrad "Abltraum": Knackig und mit einem ähnlichen taktischen Tiefgang wie Origins, einfach weil simples Button-Smashing dich nicht weiterführt. Wer also mehr gefordert werden will, der braucht nur den Schwierigkeitsgrad hoch drehen und wird in der Hinsicht zumindest glücklich.
Dafür gibt es doch die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade. BioWare hat ja vor Monaten gesagt das man taktisches Spielen ebenso ermöglichen will wie ein actionreiches vorgehen. Nach sehr sehr vielen Berichten zu den Schwierigkeitsgraden gehe ich davon aus das dies absolut auch funktioniert.
Ab heute trudeln ja die ganzen Tests ein. Überall liest man: Sehr gutes
Spiel, aber für Bioware enttäuschend. Die können eindeutig mehr. Aber
immer wiederholende Gebiete, so gut wie keine Liebe zum Detail und eine
ziemlich belanglose Story, lassen keien bessere Beurteilung zu. Zwar
Meckern auf hohem Niveau, aber es scheint die allgemeine Meinung zu
sein.
Ich habe oft in den Tests den Eindruck das man angesichts von Origins sogar beinah zuviel erwartet hat. Es wirkt als würden alle plötzlich überrascht werden, als hätte man die Kritikpunkte (die ich absolut nachvollziehbar finde) nicht vorraussehen können.
Ich mein, BioWare hat von Beginn an mit offenen Karten gespielt, hat gesagt man wolle seine Ideen verwirklichen, auch wenn man Gefahr läuft Fans von Origins vor den Kopf zu stoßen. Man sagte von Beginn an das es anders werden wird als Origins.
Man hat eigentlich alles erdenkliche getan um diese Überraschung vorzubeugen.
Aktuell wirkt es auf mich, als sehen viele einen "Flop", einfach weil DA2 an den Erwartungen scheitert, obwohl es sich dennoch um ein tolles Spiel handelt. Doch wenn man 3 Seiten negatives gelesen hat, dann reicht ein Sazt im Fazit nicht mehr aus um dem Spieler den Eindruck zu nehmen.
Merkwürdig finde ich nur, dass alle immer Mut zur Innovation fordern, neue Geschichten Abseits des RPG-Klischees wünschen und wenn dann jemand was bringt, wird es als "nicht episch" und "belanglos" abgetan ... und zwar von den Testern die es forderten.
Besonders die Kritik am Hintergrund des Heldens bzw. die Bindung zu diesen, dass man es nicht nachspielen kann ... ich erinnere mich anno 2007, da kam aus Kanada ein Spiel namens Mass Effect indem man quasi von 0 auf 100 ins Getümmel geworfen wurde, ohne großartige Hintergrundinformationen oder eben die geforderet emotionale Bindung. Eine Erklärung warum man tut, was man gerade tut sucht man heute auch dort noch immer vergebens ... dennoch wurde es dafür gefeiert.
Ein wirklich objektive Betrachtung wird man wohl nie sehen, man wird wohl immer zwischen Anspruch, Forderung und Realität hin und her springen und sich die Kritik so biegen wie man die meisten Leser findet. Seis drum.
Ich mache mir unbeeindruckt von den Tests mein eigenes Bild, morgen sollte das Spiel auch bei mir ankommen.