Co-Entwickler Sledgehammer hat sich zu der Kind-Szene geäußert.
"Es muss etwas sein, das authentisch ist und die Handlung des Spiels vorantreibt. Wir haben einige Momente im Spiel, die meiner Meinung nach ganz schön schockierend sind und etwas über die Strenge schlagen. Aber es geht uns nie darum diese Momente grundlos, nur wegen des Effekts einzubauen", erklärt Bret Robins, Creative Director bei Sledgehammer Games. "Außerdem haben wir ein großes Publikum und wir wollen ihnen etwas liefern, das sie in Erinnerung behalten. Erfahrungen, über die man am nächsten Tag mit seinen Freunden spricht. Es geht darum etwas Einzigartiges zu erschaffen."
Er hat zwar recht mit "Außerdem haben wir ein großes Publikum und wir wollen ihnen etwas liefern, das sie in Erinnerung behalten. Erfahrungen, über die man am nächsten Tag mit seinen Freunden spricht" aber etwas
"Einzigartiges zu erschaffen" sieht für mich anders aus. Da hätten Sie lieber die Klappe gehalten.
Die Flughafenszene in MW2 ist aber mMn. weitaus drastischer, a) greift man in das Geschehen ein und b) sterben zig Menschen und nicht 3 (Kind, Mutter+Vater) plus diejenigen von denen wir gar nichts wissen. Das Kindern eine besondere Aufmerksamkeit zukommt, sollte auch klar sein, aber so ein extrem großen Aufriss zumachen ist unverständlich, diese Szene wird ja schon mehr von den Spielern diskutiert als in den Medien, geschweige denn von Politkern. (Bis jetzt zumindest)
Würden 4-5 normale erwachsene Passanten dort laufen und in die Luft gesprengt werden, würde wahrscheinlich nur die Hälfte etwas dazu schreiben bzw. sich großartig beschweren. Im Grunde wäre es aber kein wesentlicher Unterschied. (Objektiv)
Das dass subjektive Empfinden bei jedem anders ist, ist klar und auch gut so.
Ich persönlich finde die Szene zwar krass, aber ich kann mich mit abfinden. Beim erstmaligen Spielen hab ich Sie gar nicht groß beachtet (ist ja auch nur ein Sekundenbruchteil, vgl. Flughafenszene in MW2), nach mehrmaligem Anschauen muss ich dann doch sagen, Ok, hätte man So nicht zeigen müssen (ich schreibe bewusst müssen), aber das liegt in den Händen der Entwickler.
In jedem 2. Film mit einer FSK 16/18 Freigabe gibt es Szenen die viel schlimmer sind und -> Dort schaut man auch nur zu, wie in der Szene, nicht mehr und nicht weniger und dort regt sich keiner auf.
Wo ist die Grenze zwischen Film und Spiel? Zwischen gezeigter, drastischer und grausamer Realität, denn so ist die Welt leider, und Fiktion?