Was sagen denn die Dichter und Denker der Republik - BILD weiß es:
WIRTSCHAFTSMINISTER PHILIPP RÖSLER (40, FDP):
„Grundsätzlich gilt: Steuerhinterziehung ist eine Straftat, kein Kavaliersdelikt. Wer Steuern hinterzieht, unabhängig von Amt und Person, der schadet unserem Land und hat jeden Anspruch verloren, Vorbild zu sein. Im konkreten Fall sind wir aber gut beraten, zunächst einmal die Ermittlungen abzuwarten.“
SPD-KANZLERKANDIDAT PEER STEINBRÜCK (66): „Die Nachricht hat eingeschlagen wie eine Bombe! Ich kenne Herrn Hoeneß, weiß um sein soziales Engagement, bewundere seine unternehmerische Leistung. Aber dieser Teil seiner Tätigkeit wäre zu verurteilen –
aber erst, wenn man mehr weiß (...). Ich möchte nicht, dass er einen Prominenten-Bonus bekommt, aber ich möchte auch nicht, dass er einen Prominenten-Malus bekommt. (...) Die Summen, die da im Raum wabern, kann ich kaum glauben.“
NRW-MINISTERPRÄSIDENTIN HANNELORE KRAFT (51, SPD):
„
Uli Hoeneß kann keinen Promibonus erwarten. Steuerbetrug ist ein schwerwiegendes Verbrechen (...). Er ist gerne gegenüber der Politik mitdem moralischen Zeigefinger aufgetreten. Nun wird deutlich: Wenn Bürger wie Herr Hoeneß ordentlich ihre Steuern zahlen würden, hätte die Gesellschaft auch mehr Geld, um Aufgaben wie bessere Bildung oder gute Straßen besser zu erledigen.“
SPD-VORSITZENDER SIGMAR GABRIEL (53):
„Wir müssen einfach dafür sorgen,
dass in unserem Land wieder alle Menschen gleich sind und nicht die einen brav die Steuern zahlen und sich die sehr wohlhabenden Menschen davor drücken.”
FLORIAN PRONOLD, BAYERISCHER SPD-CHEF (40):
Hoeneß habe „seine Vorbildfunktion im Sport mit Füßen getreten”.
Steuerflucht sei „die schlimmste Form asozialen Verhaltens.” Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) erweise sich mit seinem Eintreten für das Steuerabkommen sowie mit seiner Ablehnung des Ankaufs von Steuer-CDs als „Schutzpatron
der bayerischen Steuerhinterzieher”.
JOACHIM POSS, VIZE-CHEF DER SPD-BUNDESTAGSFRAKTION (64):
„Uli Hoeneß hat es klar ausgesprochen:
Viele Steuerhinterzieher haben darauf gesetzt, dass ihnen die Bundesregierung bei der Vertuschung ihrer Straftaten hilft.” Denn Union und FDP hätten mit dem Steuerabkommen „ihren Sympathisanten wie Uli Hoeneß”, die ihre Millionen in der Schweiz vor dem Finanzamt verstecken, entgegenkommen wollen.
Quelle: bild.de (
http://www.bild.de/politik/inland/uli-ho…99698.bild.html)