Forza Motorsport 2: Interview mit Dan Greenawalt
Das Official Xbox Magazine UK sprach mit Lead Game Designer Dan Greenawalt von Microsoft über das Rennspiel Forza Motorsport 2. Die interessantesten Aussagen in der Zusammenfassung:
- Forza Motorsport 2 soll nicht die Antwort auf Sonys Gran Turismo sein. Greenawalt will anderen Leuten und neuen Zielgruppen u.a. die Leidenschaft für Autos beibringen, so dass auch mehr Käuferschichten für 'Hardcore'-Rennspiele angesprochen werden (z.B. junge und alte Spieler sowie Leute, die weniger geschickt sind).
- Es soll mehr Fahrhilfen geben als im Vorgänger.
- Neu ist der 'Photo Mode': Der Spieler macht ein Bild von seinem Auto mit individueller Lackierung und Bodykit. So kann man auch ein Foto machen, wenn man durch die Kurve fährt und dieses Motiv als Avatar verwenden.
- Ob man Bilder aus dem 'Photo Mode' auch als Gamerpic benutzen kann, steht noch nicht fest.
- Es soll ca. 300 Fahrzeuge und mehr als sechzig Strecken geben. Fünf Pisten stammen aus der Realität.
- Forza Motorsport hatte laut Greenawalt keine 60 fps, was auch einige 'Hardcore Spieler' kritisiert haben. Er findet 60 fps zwar auch gut, doch würde diese Bildrate nicht automatisch eine bessere Simulation machen.
Das Problem ist, wie oft man die Phsyik aktualisiert. Wenn man es bei 60 fps [auf der Xbox] machen würde, dann führt das zu einer schlechten Physik (Objekte würden rutschen und schleudern, als wenn sie in Sirup stecken würden, anstatt richtig mit anderen Dingen zu kollidieren).
In Forza 1 wurde die Physik 180 bis 360 Mal pro Sekunde aktualisiert, was zu schnellen Reaktionen geführt hat: Bei 60 fps wäre hingegen sehr viel Prozessorleistung verbraucht worden und die Physik wäre gedämpft, wodurch sich alles schwerfällig angefühlt hätte.
Auf der Xbox 360 sind jetzt aber 60 fps möglich, während die Physik genau so schnell berechnet wird wie im Vorgänger auf der Xbox.
- Seitens der Online-Funktionen soll Forza Motorsport 2 dieselben bieten wie Project Gotham Racing 3 (z.B. Gotham TV).
- Auf der E3 wurde ein Forza Motorsport-Demo gezeigt, das Microsofts Live Anywhere verdeutlichen sollte: Jemand erledigte via Handy das Tuning an seinem Wagen, passte auf dem PC sein Äußeres an und fuhr schließlich auf der Xbox 360.
Greenawalt sagt, dass das aber nur ein Demo war. Es wurde speziell für die Präsentation geschrieben. Im fertigen Spiel wird das nicht möglich sein.
- Sonys Gran Turismo für PlayStation3 sah auf der E3 aus wie eine PC-Version. Greenawalt hätte sich etwas mehr, etwas cooleres gewünscht. Polyphony Digital sollte eigentlich dieselbe Autoleidenschaft auslösen wie damals mit Gran Turismo 1 & 2, doch das würden die Entwickler laut Greenawalt nicht machen.
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