Grafisch und technisch ist das Spiel sehr zwiehspältig, es wirkt alt und ruckelt tatsächlich recht oft. Generell wirkt alles sehr aufgesetzt, Tequilas Animationen sind alles andere als Geschmeidig. Man hat das Gefühl einen indirekten Maxpaynenachfolger zu spielen und leider auch zu steuern.
Die Steuerung ist ok, aber doch recht hakelig. Es hemmt den hektischen Spielfluß zwar nicht, aber "ultrastylische Manöver" sind dann doch nur selten möglich. Die automatische Bullettime nervt mit einer langweiligen Optik, vielen Unterbrechungen.
Eine besser autoaimfunktion, großzüge Zeitlupeneffekte und vielleicht sogar eine indirekte Steuerung, wie man sie bei Dead2Rights und Tomb Raider Legend hatte, hätten dem Spiel sehr gut getan.
Ob man den ungewöhnlichen hohen Bodycount und Gewaltfaktor moralisch rechtfertigen kann, darüber kann man sicher streiten, spielerisch sorgt er schon bald für aufkommende Langeweile und Müdigkeit.
Das hohe Tempo nimmt dem Spiel viel Stil, hier wäre weniger deutlich mehr gewesen. Anstelle stupide auf alles zu ballern, was im Bild so rumsteht, rumläuft, blinkt, glänzt, usw., hätte man spannende Feuergefechte wie im Film inzenieren können. John Woo mag das Kino revolutioniert haben, das Videospiel hat er lediglich schlecht kopiert. Wer mit Max Payne Spaß hatte, dürfte hier noch einigermaßen gut unterhalten werden. Fans des Films greifen natürlich ebenfalls zu. Aber Zocker, die in diesem Genre nicht zu Hause sind und sich von der Demo nicht überzeugen lassen, suchen sich was besseres

Achtung Hack & Slay Fans: Hier habt Ihr mal eine Alternative, die auf Äxte verzichtet!