Die normalen Videogamer können uns SC Fans einfach nicht verstehen. Ein SC Fan will nichts anderes als ein Chaos Theory oder eben SC1, ein SC Fan will "nur" von Schatten zu Schatten und total vorsichtig sein.
Andererseits muss man Ubisoft verstehen. Ich habe die ersten Teile auch geliebt, aber trotzdem hatte man doch das Gefühl, "langsam wirkt die Idee ausgelutscht." - und genau dagegen wollte man bei Ubisoft wirken, in dem man eben in eine etwas andere Richtung gegangen ist. Ich persönlich finde das gut. Eine Serie muss sich weiterentwickeln, damit es nicht immer gleich bleibt. Gamer beschweren sich darüber, dass es keine neuen Ideen mehr gibt, dass viele Sequels einfach nur eine aufpolierte Grafik haben, aber nichts neues bieten - genauso war es doch bei Splinter Cell: ein paar neue Gadgets, ein paar neue Moves, irgendeine Hintergrundgeschichte, damit man den Spieler rund um die Welt, an interessante und exotische Orte schicken konnte, wo sich dieser dann austoben konnte. Die Story kam dabei wirklich immer zu kurz. Klar, war das ganz nett, aber das hatte teilweise auch Groschenromancharakter.
Jetzt besinnt man sich auf andere Werte.
Wenn alle immer nur sagen würden: "Oh mann, macht doch das gleiche wie früher auch!" - wo bliebe da die Innovation? Ob das jetzt gut oder schlecht sein mag, lassen wir dahin gestellt. Aber ich finde, da gehört eine Portion Mut dazu. Man muss sich ja nur Rare und deren erfolgreiche Banjo-Kazooie-Reihe anschauen. Nuts&Bolts/Schraube Locker war eben kein typisches Jump 'n Run, sondern eine Lego-artige Baukasten-Wundertüte mit vielen Autos/Flugzeugen etc. Den Ewig-Gestrigen hat's nicht gefallen, ich fand es erfrischend neu und spaßig.
Deshalb freue ich mich auf Conviction, weil es eben Splinter Cell ist und mit Sicherheit den Charme vorangegangener Teile nicht verlieren wird. Die Entwickler wissen auch, dass man aus Splinter Cell keinen Action-3rdPerson-Shooter machen kann, sondern dass es ein Stealth-Action-Adventure bleiben soll.