Dann will ich auch mal.
Grafik:
Erwartungen hatte ich keine, da für gewöhnlich die Grafik in Spielen mit Simulationsaspekt eher zweckmäßig ist. Hauptsache flüssig muss es sein und frei von Darstellungsfehlern. Auf der Konsole bedeutet dass, 60 Bilder pro Sekunde ohne Tearing. Forza Motorsport 3 erfüllt diese Anforderungen, egal in welcher Ansicht man fährt und mit dem Unterschied, dass man diesmal 4x höher aufgelöste Texturen und 10x mehr Polygone bei den Fahrzeugmodellen verwendet. Ich bin begeistert.
Sound:
Der Motorensound darf ruhig noch satter, rauher und dreckiger werden, aber kerniger als in FM2 ist er und unterstreicht den visuellen Eindruck. Auch die restliche Soundkulisse überzeugt. Bremsenquitschen, Curbs überfahren, Aufsetzer, schleifen an der Leitplanken, Blech auf Blech ... passt ! Soundtrack ist Geschmackssache und wird von mir im Menue, wie auch im Spiel ausgeschaltet.
Cockpitansicht:
Sitzposition finde ich persönlich perfekt. Kleiner Wermutstropfen: Ich musste nach Hinweise aus der Community nun auch feststellen, dass der Blick in den Spiegel nicht oder nur unzureichend möglich ist. Das muss in einem nächsten Teil unbedingt nachgebessert werden. Feeling und Dynamik kommen aber im Cockpit sehr gut rüber. Mir persönlich reicht das aber, da ich in der Cockpitansicht mehr Wert auf die Anzeigen der Instrumente lege und die sind in FM3 hervorragend integriert.
Geschwindigkeitsgefühl:
Wer hat sich das eigentlich ausgedacht, etwas zum Geschwindigkeitsgefühl zu sagen ? Es gibt Autos in denen man 200 fährt und glaubt zu stehen und andere in denen man bei 70 glaubt, die nächste Kurve nicht zu bekommen. Ich selbst fahre IMMER nach Gefühl und höre darauf, ob mir das Auto sagt ob es passt oder nicht. Das funktioniert dank der neuen Physikengine in FM3 bestens und stellt auf einer Konsole die neue Referenz da.
Fazit:
2 Runden finde ich etwas wenig. Eine freie Fahrt wäre mir lieber gewesen, aber da es nur eine Demo ist, muss das reichen. Mit der Strecke bin ich zufrieden, hätte natürlich gleich die Nordschleife sein dürfen, aber ich fahre grundsätzlich alles und nehme deshalb Camino Viejo für einen Monat dankend an. Saubere Gestaltung der Menues, Ladezeiten akzeptabel, Grafik erhaben, Sound passt, Gameplay ist stimmig ... die Demo erfüllt genau ihren Zweck: man bekommt die Möglichkeit es selbst anzufassen und Lust auf mehr.
TIPP: Driftmodus mit dem Digikreuz (links) anwählen.